Sucht



Spielsucht ist einer der Schattenseiten des Glückspiels.
Grundsätzlich kann jeder von zwanghaftem Glückspiel getroffen werden. Man merkt es, sofern man es sich eingesteht süchtig zu sein, meist erst, wenn man schon Haus und Hof verzockt hat.
Damit es erst gar nicht soweit kommt sollte man folgendes beachten:

  • Die Goldene-Regel lautet: Verantwortliches Spielen!
    Das bedeutet u.a.

    1. Nur mit Geld spielen, das man sich leisten kann zu verlieren
    2. Niemals Schulden machen, um spielen zu können
    3. Verluste nicht versuchen auszugleichen
    4. sich seine Finanzen im klaren sein

Leidet man unter Spielsucht oder weiss, dass man anfällig dafür ist, sollte man überhaupt nicht (um Echtgeld) spielen.
Eigentlich alle seriösen Casinos bieten Einzahlungslimits und Selbstausschluss an. Diese sollten genutzt werden, wenn man mal wieder “einfach nicht aufhören kann”.

Woran erkennt man Spielsucht?
Die einfachste Antwort lautet: Wenn man nicht mehr aufhören kann!

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Haben Sie je Ihre Arbeits- oder Ausbildungszeit für das Glücksspiel verwendet?
  • Hat das Glücksspiel je Ihr Privatleben negativ beeinflusst?
  • Haben Sie je Glücksspiel betrieben, um Geld für die Begleichung von Schulden oder zur Lösung anderer finanzieller Schwierigkeiten zu verdienen?
  • Hatten Sie nach einem Verlust das Gefühl, Sie müssten so bald wie möglich noch einmal spielen, um Ihre Verluste zurückzugewinnen?
  • Hatten Sie nach einem Gewinn das starke Bedürfnis, zum Spiel zurückzukehren und noch mehr zu gewinnen?
  • Spielen Sie immer so lange, bis Ihr letztes Geld verspielt ist?
  • Haben Sie zur Finanzierung des Glücksspiels jemals gelogen, sich Geld geliehen, etwas verkauft oder gestohlen?
  • Verbringen Sie Ihre Zeit lieber mit Glücksspielen als mit Ihrer Familie oder Freunden?
  • Hat es Ihnen jemals widerstrebt “Glücksspielgeld” für normale Ausgaben zu verwenden?
  • Haben Sie je aus Langeweile gespielt oder um Ärger und Sorgen zu vergessen?
  • Verursacht das Glücksspiel bei Ihnen Schlafstörungen?
  • Hatten Sie je den Drang, eine Glückssituation mit ein paar Stunden Glücksspiel zu feiern?
  • Verursachen Streitigkeiten, Enttäuschungen oder Frustration den Drang zu spielen?
  • Haben Sie sich im Zusammenhang mit Glücksspiel je schlecht gefühlt oder daran gedacht, sich etwas anzutun?

Spieler, die unter Spielsucht leiden, werden einige dieser Fragen mit Ja beantworten. Wenn Sie professionelle Hilfe brauchen oder sich mehr über Spielsucht informieren wollen, besuchen Sie folgende Seiten:

http://www.spielsucht.net/ (Caritas)
http://www.spielen-mit-verantwortung.de/ (BZgA)
http://www.gamblingtherapy.org/de-DE/Default.aspx
http://www.anonyme-spieler.org/
http://www.spielsucht-neindanke.com/

Natürlich fällt es schwer über sein Problem zu sprechen und vielen ist Ihre Krankheit peinlich. Allerdings gehört zum ersten Schritt sich seine Schwäche einzugestehen und offen (in der Familie und mit Freunden) darüber zu reden.
Traut man sich nicht auf Anhieb, dann sind die oben genannten Internetseiten eine gute Anlaufstelle.
Sich selbst nicht einzugestehen man sei süchtig ist das einzigste das dem Weg der Heilung wirklich im Wege steht!


Das sogenannte pathologische Spielen ist ein eigenständiges psychiatrisches Krankheitsbild, welches sich durch folgende Merkmale ausdrückt:

starkes Eingenommensein vom Glücksspiel
nur durch steigende Einsätze ist die gewünschte Erregung zu erreichen
erfolglose Kontroll- oder Abstinenzversuche
Nicht-spielen-können führt zu Unruhe und Gereiztheit
Spielen, um Problemen oder negativer Stimmung zu entkommen
Verluste wollen sofort wieder ausgeglichen werden (Chasing-Verhalten)
Familienmitglieder und andere werden belogen, um das Ausmaß des Spielens zu vertuschen
das Spielen wird durch illegale Handlungen finanziert
Gefährdung oder Verlust von Beziehungen, Arbeitsplatz wegen des Spielens
der Spieler verlässt sich auf andere als ‘Geldgeber’

Bei Zutreffen von fünf Merkmalen wird von einer Spielsucht gesprochen.




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